PUBLIKATIONEN

 

Siddur

Jüdisches Gebetbuch
Bd 1: Schabbat und Werktage:
Hebräisch-Deutsch-lat.transkribiert

Andreas Nachama (Herausgeber), Jonah Sievers (Herausgeber)

Gütersloh 2009

Erinnern - ein biblisches Gebot?
in: Thomas Brechenmacher (Herausgeber)
Identität und Erinnerung:
Schlüsselthemen deutsch-jüdischer Geschichte und Gegenwart
München 2009, S. 187-199

Ulrich Eckhardt / Andreas Nachama
Jüdische Orte in Berlin
Mit Feuilletons von Heinz Knobloch
und Fotografien von Elke Nord

Berlin 2005
Jüdisches Leben in Berlin konnte man im Berlin der zwanziger Jahre überall finden; große Synagogen, kleine Betstuben, Wohnorte prominenter jüdischer Berliner, Fabriken, Theater, Galerien, Ateliers, Quartiere derer, die im Dunkeln standen ... Nicht nur in den Zentren, auch in den Randbezirken und Vororten gab es Stätten, die vom Wirken jüdischer Berliner zeugen. Was den Zerstörungswahn der Nationalsozialisten überstand, kam unter die Abrissbirne der fünfziger und sechziger Jahre – gleichermaßen in Ost wie in West. Viele Orte lassen nicht mehr erahnen, dass sie einmal Stätten jüdischen Lebens waren – und doch finden sich mitunter auch heute noch Spuren. Zuweilen sind Gedenktafeln angebracht, um an die zu erinnern, die hier einmal lebten und wirkten: Sie werden von den Autoren durch zusätzliche Informationen erläutert.


Juden in Berlin Hg. mit Hermann Simon und Julius H. Schoeps sowie Beitrag zur Nachkriegsgeschichte, Berlin 2001

Jews in Berlin
Edited with Hermann Simon and Julius Schoeps, Berlin 2002

 

 

russ russischsprachige Ausgabe:
Juden in Berlin
Hg. mit Hermann Simon und Julius H. Schoeps sowie Beitrag zur Nachkriegsgeschichte, Berlin
2009

 

Orte der Bildung im deutschen Judentum
in
Religion und Bildung. Orte, Medien und Experten religiöser Bildung
Hg.: Bertelsmann-Stiftung
Gütersloh 2008

Holocaust Memorial
in
Wolf Vostell. Meine Kunst ist der ewige Widerstand gegen den Tod.
Bonn 2007, S. 79-83


Andreas Nachama
"Vostells Werk für alle "Opfer des Faschismus" zeigt die Analyse des 20. Jahrhunderts: Faschismus ist die Negation der Französischen Revolution. In ihr wurden alle Menschen vor dem Gesetz gleich – Faschismus, Rassismus heute auch Fundamentalismus wenden sich von dieser Grundfeste unserer Zivilisation ab. Deshalb schlüpfte Wolf Vostell in die Haut eines altfromm gekleideten Juden, trug Streimel und Pejes zu einer Zeit, als es Mode war, Palästinensertücher zu tragen. Er legte sich also die Insignien des gesetzestreuen Juden selbst auf - setzte sich der Reaktion aus - und setzte damit selber Zeichen, wenn man bedenkt, wie heute Leute auf dem Kurfürstendamm hinter orthodox gekleideten Juden hinterher gaffen und jüdisches Leben in Berlin immer noch nichts Akzeptiertes es, ist diese Selbstverhüllung auch als Teil seiner Kunst anzusehen, genauso wie zum Beispiel seine Installation mit Güterwagen auf Auschwitz hinweist - oder die Installation mit Haufen von Messern und Gabeln ein Gedenken an die ermordeten Namenlosen bleibt."

 

Widerstehen und Versöhnen
in:
Franz von Hammerstein - Widerstehen und Versöhnen
Ein Leben zwischen den Stühlen
Berlin 2007, S. 19-30

 

Das Judentum und seine Haltung zu anderen Religionen
in
Ein neuer Kampf der Religionen.
Staat, Recht und religiöse Toleranz
Hg.: Mahlmann, Matthias; Rottleuthner, Hubert
Berlin 2006; S. 127 - 140

Andreas Nachama
"Angesichts der pentateuchischen Positionen dem GER gegenüber und der im 20 Jahrhundert mit zuweilen volkstümlicher Schriftrezeption geführten Debatten, könnte man meinen, das Judentum wäre zu allen Zeiten eine Andere akzeptierende – also tolerante - Religion gewesen, die allein die Thronbesteigung eines Ausländers verbietet. Schließlich bittet König Salomon darum, Gott möge die Gebete der Ausländer erhören. "Dann wird der Ewige über die ganze Erde König sein. An jenem Tage wird der Ewige der einzige sein und sein Name der einzige." Aber diese Haltung der Toleranz des Judentums anderen Religionen gegenüber mußte zuweilen in der harten Brutalität der Nichtakzeptanz der Umgebungsgesellschaften durch Unduldsamkeit ersetzt werden."

 

Zur Entstehung von Gedekorten in der Demokratie
in
Memento Gulag. Zum Gedenken an die Opfer totalitärer Regime
Hg. Cristin, Renato
Berlin 2006, S. 71-76

Topographie des Terrors
Wettbewerb für ein Dokumentationsgebäude
in: Bau und Raum
Jahrbuch 2006, Hamburg 2006, S. 118-129

Andreas Nachama
[...] Entstanden ist nun eine Architektur, die den Blick aus dem Inneren des Gebäudes jederzeit auf das karg belassene Gelände freigibt, die das Gebäude in seiner eingeschossigen Bauweise als Zentrum für die Besucher markant sichtbar macht und mit ihrer hellen Metallgefelchtsfassade eine dem 'Lernort' angemessene Würde ausstrahlt. Mit dieser Architektur und dem Schutz der materiellen Spuren des Geländes ist erreicht, was die Kuratoren der Ausstellung seit dem 4. Juli 1987, dem Tag der Ersteröffnung der 'Topographie des Terrors', immer wollten: ausgehend vom Gelände als erstem Exponat Menschen dazu zu bringen, auch unter banalen Ziegelsteinen nach historischen zusammenhängen zu suchen.

Menschen sind keine Engel.
Entscheidungsfreiheit zwischen Gut und Böse.
in:
Carnets Jean Paul Sartre. Der Lauf des Bösen
Hg.: Peter Knopp / Vincent von Wroblewsky, Frankfurt Main 2006,
S. 21-24

 

Judentum lebt, hat überlebt und wird leben nur mit seiner Erinnerung. Zur Bedeutung des Ringelblumarchivs
in: Die Ausstellung Oneg Schabbat. Das Untergrundarchiv des Warschauer Ghettos. Zur Erinnerungskultur in Polen und Deutschland. Essen 2006, S.27-30

 

Jüdisches Leben in Deutschland nach der Schoa.
in: Was Christen vom Judentum lernen können. Anstößte. Materialien. Entwürfe. Hrsg.: Albrecht Lohrbächer, Helmut Ruppel, Ingrid Schmidt, Stuttgart 2006, S. 43-48

 

Gedenkstätten gut unterscheiden
in: Erinnerungskultur. Hrsg. Norbert Lammert. Sankt Augustin 2004,
S. 73-76

                                                                                 

Jüdische Berliner LEBEN nach der Schoa
14 Gespräche aufgezeichnet mit Ulrich Eckhardt
Photographie Elke Nord
Berlin 2003

 

        Presse zur Ausstellung und zum Buch
        22. April 2003
        Deutscher Jude - Jude in Deutschland?
        Claudia Schwartz
        [...]
        Wer nach Kriegsende blieb oder zurückkehrte, handelte oft genug so, weil Hitlers Ziel eines judenfreien Deutschland nicht nachträglich Realität werden sollte. Es hält sich der Zweifel, ob das Bleiben richtig war, und darüber hinaus die Frage, ob man selbst damit überhaupt etwas bewirken konnte.

        Alle Lebensgeschichten zeugen vom ungebrochenen Willen, im Leben und in der deutschen Heimat wieder Fuss zu fassen. Dabei täuscht der fast nebenbei geäusserte Wunsch, «zu sein wie die anderen», nicht darüber hinweg, welchen Kraftaufwand die angestrebte Normalität zu jeder Zeit bedeutet - in der Nachkriegsgesellschaft inmitten der Täter und heute wieder in Anbetracht der in aller Offenheit demonstrierenden NPD-Anhänger.
        [...]
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Berlin's Jewish Community
in
The Spirit of the Berlin Republic
with a Foreword by Chancellor Gerhard Schröder
Edited by Dieter Dettke
New York, Oxford 2003, S. 121-129

Martin Riesenburger
Das Licht verlöschte nicht
Ein Zeugnis aus der Nacht des Faschismus
Herausgegeben und mit Beiträgen von Andreas Nachama und Hermann Simon, Berlin 2003

        Rudolf Weckerling, Jahrgang 1910, Pastor der Bekennenden Kirche, in einem Brief am 13. März 2002:
        "Sie erinnern sich, daß ich vor Jahren die Idee hatte, das Büchlein von Rabbiner Riesenburger neu aufzulegen. Lange habe ich nichts gehört. Eine Nachfrage ergab zu meiner großen Freude, daß eine erweiterte Ausgabe schon fest im Plan ist, nur felhlen noch zwei Manuskripte. Eins von Dr. Simon [...] und eines wird aus Ihrer Feder erwartet, woran ich Sie hiermit in der eigennützigen Hoffnung, das neue Buch vor meinem "Hinschied" (wie die Schweitzer sagen) in den Händen zu halten, erinnere."

Mehr als ein Fragezeichen
Die Zukunft der Jüdischen Gemeinden in Deutschland
in: EX ORIENTE - ISAAK UND DER WEISSE ELEFANT
Bagdad - Jerusalem -Aachen
Eine Reise durch drei Kulturen
um 800 und heute
Hg: Wolfgang Dreßen, Georg Minkenberg und Adam C. Oellers
Bd. 3, Aachen 2003, S. 190 - 198

Freude an der Tora - Freude am Dialog
Festschrift zum 75. Geburtstag von Rabbiner Henry G. Brandt
mit einem Geleitwort von Bundespräsident Johannes Rau
Hg. Manfred Keller / Andreas Nachama
Bochum 2002

Ein jüdisches Quartier in Berlin
in:  Spandauer Vorstadt in Berlin-Mitte. ein Kunst- und Denkmalführer, Hg. Hübner, Volker und Oehmig, Christiane
Petersberg. 2002

Gott im Quadrat
in: Wo ist Er?
52 Antworten auf die Frage "Wo ist Gott?",
Hg: von Marschall, Christoph und Ulrich, Bernd
Berlin 2002


Kabbalat Schabbat Gebetbuch
für die Synagoge Hüttenweg, Berlin 2002

Jeanette Wolffs Arbeit in der Jüdischen Gemeinde zu Berlin
und im Zentralrat der Juden in Deutschland
in "Habt den Mut zu menschlichem Tun"
Die Jüdin und Demokratin Jeanette Wolff in ihrer Zeit (1888-1976)
Hg. Bernd Faulenbach, Essen 2002


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